Welche Möwen leben bei uns?

Die diebische Möwe

Was ist euer liebstes Fischbrötchen? Matjes, Bismarck, Räucherfisch, Backfisch, Lachs oder vielleicht ein Krabbenbrötchen? Fakt ist, den Möwen an der Ostsee und an der Nordsee scheinen alle Sorten zu schmecken. Sie schauen uns neidisch an, wenn wir unser Fischbrötchen essen und machen sich bereit zum Angriff, um den Fisch zu ergattern. Uns ist es schon passiert und euch vielleicht auch. Natürlich ärgern wir uns aber eigentlich ist es doch auch witzig, dass uns diese schlauen Vögel jedes Mal wieder austricksen. Wir sollten eben auf die Verkäufer hören, denn das

Essen Sie das Fischbrötchen mal lieber hier unter dem Schirm

ist schon gut begründet.

Welche Möwen gibt es eigentlich?

Natürlich haben wir uns des Öfteren gefragt, was das eigentlich für Möwen sind, die am Strand leben und uns mit ihrem typischen Gekreische freudig begrüßen. Vielleicht wisst ihr schon, dass die Jungtiere gefleckt sind und die Altvögel wie eine typische Möwe aussehen. Wir wollen euch ein bisschen mehr zu diesen Vögeln erzählen.

Hier ist eine Aufzählung von ein paar häufigen Arten.

Die Silbermöwe ist die in Norddeutschland am häufigsten anzutreffende Möwe. Charakteristisch sind der hellgraue Rücken- und Flügelbereich und die schwarzweiße Musterung der Flügelspitzen.

Die Heringsmöwe sieht der Silbermöwe sehr ähnlich. Die Federn an den Schwingen sind deutlich dunkler, wodurch die erwachsenen Tiere gut auseinandergehalten werden können.

Die Lachmöwe tritt häufig in großen Schwärmen auf. Das Besondere ist, dass das Gesicht der Lachmöwe während der Brutzeit schwarzbraun färbt. Sie sind auch häufig an Binnengewässern zu finden. Ob sie den Namen Lachmöwe aufgrund ihres Rufes oder durch das englische Wort lake = See bekommen hat, ist nicht bekannt.

Die Schwarzkopfmöwe ist der Lachmöwe sehr ähnlich. Diese Art ist aber deutlich seltener bei uns anzutreffen.

Die Sturmmöwe mit ihrem grüngelblichen Schnabel und den ebenfalls grüngelblichen Beinen ist vor allem im Ostseeküstenbereich heimisch. Achtet mal darauf, ob ihr eine entdeckt!

Ganzjährig zu Gast an der Ost- und Nordsee ist die Mantelmöwe, die mit einer maximalen Länge von 68 cm die größte Möwenart ist.

Die Dreizehenmöwe brütet nur auf Helgoland und ist daher an der Nordsee ein regelmäßiger und an der Ostsee ein eher seltener Gast.

Die Schmarotzerraubmöwe ist braun gefärbt, brütet in der Arktis und ist ab und zu an der Nordseeküste zu sehen.

Sie gehören einfach dazu

Wusstet ihr, dass es so viele verschiedene Möwenarten gibt? Fakt ist, fast alle fühlen sich an der Nordsee und Ostsee zuhause – genau wie wir auch. Und seid mal ehrlich, ihre diebische Art und ihr typisches Gekreische zeigen uns, dass wir an der Küste sind. Ein Strand ohne Möwen ist wie ein Schiff ohne Anker. Es fehlt einfach etwas!

Egal ob ihr in Strandnähe wohnt oder euren Urlaub in einer Ferienwohnung an der Ostsee oder Nordsee verbringt, schaut einmal welche Möwen an eurem Lieblingsstrand heimisch sind und vielleicht betrachtet ihr sie jetzt mit etwas anderen Augen.

Quelle: Wilfried Stichmann “Der große Kosmos Naturführer Tiere und Pflanzen”

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